Vom Obst zum Brand

  • Die Ernte:
  • Beispielsweise Äpfel und Birnen
  • Die Verarbeitung:

  • Die Früchte werden gewaschen, zerkleinert und passiert

    und ab in den Tank

    Der Trester bleibt übrig

  • Die Gärung:
  • Unter Beigabe einer speziellen Gärhefe und der Lagerung über eineige Monate entsteht aus dem Fruchtzucker der Alkohol.

  • Die Destillation:
  • Im Brennkessel wird die Maische erhitzt und so werden die flüchtigen Stoffe von den festen getrennt. Die nun gasförmigen Stoffe werden aus dem Kessel geführt, kondensiert und aufgefangen.

    Zuerst verdampft der Methylalkohol (Methanol). Der sogenannte Vorlauf riecht überwiegend nach Klebstoffen und ist ungeniessbar. Er macht blind. Bei weiterer Erhitzung kommt dann das Herzstück - der eigentliche Brand mit über 80% Vol. aus dem Auslauf. Er muß später noch mit destilliertem Wasser auf Trinkstärke von ca. 40% Vol. reduziert und danach filtriert werden um die Trübung durch die noch vorhandenen Fuselöle zu entfernen.

    Anschliessend folgt dann der sogenannte Nachlauf, der ebenfalls nicht verwendet wird, da er von nur schlechter Qualität ist.

    Das saubere und großzügige Abtrennen von Vor- und Nachlauf entscheidet massgeblich über die Qualität eines Brandes. Hier ist die Kunst des Brenners gefragt, der durch riechen und schmecken im auslaufenden Destillat das Herzstück von Vor- oder Nachlauf unterscheidet. Wer zu wenig Vor- oder Nachlauf abtrennt hat zwar mehr Ausbeute, aber die Qualität ist deutlich schlechter. Der "dicke Kopf" am nächsten Tag wäre fast schon garantiert.